Also, hier ist endlich mal ein Anfang. Ich habe schon oft genug gesagt, dass ich vorhabe etwas zu schreiben, und nun fange ich mal endlich an. Wenn ich jemandem einen Tipp geben kann der das liest, dann schon vorneweg: Mach, wenn möglich, keine Versprechen bzw. preise bloß nicht an was du machen möchtest – unabhängig davon ob du es wirklich tust oder nicht.

Je nach Kontakt, werden dich deine Mitmenschen vielleicht bewundern, aber vielleicht auch vermeiden, da du lose Worte von dir gibst, dessen Realitätseintritt womöglich niemals geschehen könnte. So manch einer/m könnte dieses Verhalten missfallen.

Der Grund dieses Buches ist aber nicht nur weil ich es anderen sagte. Nein, ich verfolge hiermit ein Ziel: Die Welt soll von meinen Modellen mitbekommen, die ich bereits im Alter von 17 Jahren erstellt bzw. erfunden habe. Ob sie jemandem etwas nützen, muss extern ermittelt werden, dafür bin ich noch zu jung. Also erkläre ich das Konzept, visualisiere durch grobe Zeichnungen, und erläutere den individuellen Nutzen jeder Theorie, die auf grundsätzlichen Fragestellungen basieren, die mich bereits seit meiner Grundschulzeit quälen. So etwas wie die Frage nach dem Sinn der Existenz, der Sinn der Motivation, der Sinn vom Sinn etc.

Kein Scherz, seit der Grundschule.

Also kennt ihr jetzt meine Intention. Und obwohl ich zuvor noch meinte, es wäre nicht gut seine Absichten anderen Individuen frühzeitig mitzuteilen, werde ich zumindest die Art und Weise beschreiben, wie ich diese Modelle denn vorstellen werde, um nicht jeden Leser /jede Leserin direkt von der ersten Seite an weiter abzuschrecken, als es das wahrscheinlich eh schon bei vielen tut.

In diesem Format erzähle im möglichst praktischem Kontext: Sophie und ihr Freund Philipp (mit dem Spitznamen „Phil“) stellen sich im Alltag durch bestimmte Situationen konkrete philosophische, bzw. manchmal auch psychologische Fragen, die es dann gilt, zu beantworten.

Diese Geschichten (bzw. sonstige Sachen) stehen bei mir aktuell in keinem konkreten Zeitplan.

Wann also was kommt, entscheidet sich mit der Zeit, wenn ich etwas mehr Erfahrungen mit einem Blog gesammelt habe. Feedback ist übrigens dementsprechend wünschenswert!

Viel Spaß beim lesen!

Disclaimer: Die Figuren und Charaktere in dieser Geschichte sind rein fiktiv, und die Orte und Handlungen nicht an realen Umständen inspiriert. Ähnlichkeiten und Überlappungen der Personen und beschriebenen Ereignissen sind rein zufällig. Alle Persönlichkeiten wurden unter künstlerischer Freiheit geschaffen, und verhalten sich auch dementsprechend. Meine persönliche Meinung wird dadurch explizit nicht übermittelt, es sei denn ich hebe es gut gekennzeichnet hervor. Dieser Disclaimer gilt für alle folgenden Veröffentlichungen.

Frage 1: Was ist eigentlich Fortschritt?

„Also hab‘ ich mir überlegt eine kleine Wohnung in Hamburg zu mieten. So hab‘ ich überhaupt mehr Zeit und Platz für mich allein, als auch den Vorteil dass ich nicht so lange zur Arbeit müsste – wäre ja nur zwei Straßen weiter. Ich meine besser geht‘s doch gar nicht, oder? Was meinst du?“.

„Ich denke dass du dir zuviele Gedanken um etwas machst, was du vielleicht gar nicht brauchen wirst. Benutze deinen Grips lieber sinnvoll, und komm mit in die Küche – Wir machen vegane Tomatencremesuppe!“, sagte Phil voller Stolz, und mit vollkommener Ignoranz gegenüber Sophies Gedanken und Sorgen.

„Ob du den Job bekommst steht ja noch in den Sternen…“

„Mein Gefühl sagt mir, dass ich die Stelle 100 prozentig kriegen werde, und mein Gefühl hat noch nie gelogen!“, sagte sie selbstbewusst. Und es stimmte, ihre Entscheidungen waren größtenteils auf ihrem Gefühl beruhend, welches ihr unter anderem den Respekt des gesamten Berliner Nachbarschaftsviertels einbrachte, als sie nur wegen dem Gefühl um 1 Uhr nachts an das Fenster ging, und sofort die Polizeit verständigte, als sie einen 34-jährigen Mann in einer Seitengasse eine junge Frau ausrauben sah.

„Eines Tages werde ich aus dieser WG ausziehen – dann werdet ihr alle sehen was ihr ohne mich seid!“

„Zwei Programmierer, die auch ohne deine Hilfe kochen können?“, wandte Phil schlagfertig ein.

„Das wäre ja schonmal eine ganz schöne Erleichterung, du isst ja am meisten von uns.“

„Stimmt doch gar nicht! Dein Bruder isst doch immer 48, 77%, habt ihr doch selbst ausgerechnet!“

„Wo kommt das denn her?“, fragte Phil überrascht.

„Von dem Spickzettel auf der Tafel, vorne am Eingang“

„Wir haben eine Tafel mit Spickzetteln?!“

„Was schreit ihr so, ich versuch zu schlafen!“ ertönte es plötzlich aus dem Nachbarraum, in dem sich die Schlaf-sowie Arbeitsstätte der beiden Programmierbrüder , Steve und Phil, befand.

„..‘tschuldigung“,murmelte Phil.

„Steve hat mir gezeigt wie man Prozentsätze ausrechnet – ziemlich praktisch…“, überlegte Sophie.

„ Was wäre“, wandte sie plötzlich ein,“ wenn wir nicht mehr denken würden?“

Phil guckte sie nur blöd an.

„Ja“, führte sie ihre Gedanken fort, „wenn wir leben würden wie die Tiere, ohne Theorie, ohne Mathematik…“

„Moment mal“, sagte Phil endlich. „Es gibt nichts, was nicht ohne Mathematik leben kann. Selbst wenn, dieses eine Wesen, oder seien es gar mehrere, stellen eine bestimmte Anzahl an „Dingen“ dar, die man zählen kann. Dann gibt es halt x Wesen, die ohne Logik denken, aber nicht mehr, und nicht weniger!“, erklärte Phil, pünktlich zum 1 Uhr Schlag. Es war jetzt Mittag.

„Ja schon, aber was ist mit den Menschen, die ohne viel nachzudenken im Lotto gewonnen haben, und damit ihr Leben weiter vor sich hin leben, ohne Logik, einfach das machen worauf sie Lust haben? Wäre dieser jemand dann nicht auch erfolgreich?“, philosophierte Sophie.

„Bezweifle ich. Denn hätte er Lust darauf etwas zu tun, was sich oder andere in Gefahr bringt,so würde diese Person dies tun – ohne Grund. Sie würde also früher sterben als andere, und somit weniger dumme Bevölkerung zurücklassen. Das nennt sich natürliche Selektion.“

„Danke Herr Informatiker, aber würdest du dich deiner Dreistigkeit, einer Bio-Studentin die natürliche Selektion zu erklären, entledigen, so würden deine Überlebenschancen auch so hoch bleiben wie sie es jetzt sind – haben wir uns verstanden?“, sagte Sophie mit ihrer süßen, unschuldigen Ernsthaftigkeit.

„Glasklar“, erwiderte Phil, wohl bewusst von Sophies Rang im Taekwando und dem Vorfall letztes Jahr mit einem jungen Postboten, mit dem sie unglücklicherweise an einer Ecke in der Fußgängerzone zusammentraf, die ganzen Briefe, Prospekte und Werbung verstreut wurden, und seine Hand zufällig seinen Platz an einer sehr weichen Stelle ihres Körpers gefunden hatte.

Zufällig.

Sophie glaubt das bis heute nicht.

Am darauf folgendem schönen Sonntagmorgen, schwankten Sophie und Phil gemächlich und gemütlich zum Esstisch um sich erst einmal jeweils eine schöne heiße Tasse Kaffe, und einen Bio-Earl Grey an den wunderbaren Sonnenstrahlen zu begnügen, die durch die leicht beschlagene, aber so skuril natürlich wirkende Fensterscheibe auf ihr noch sehr müdes, und ungepflegtes Gesicht fielen. Besonders die Haare von Sophie hat es sehr mitgenommen. Da möchte sich Phil lieber hinter der Morgenzeitung verstecken, bevor er noch ausversehen einen plötzlichen Lachanfall beim weiteren betrachten ihrer Frisur verliert. Oder er sich über die vielen Gänge und Schächte amusiert, die sich scheinbar in ihrem Turban, einem wirrwar von Haaren, erstrecken, und sich dort wahrscheinlich bereits das ein oder andere handgroße Kätzchen drin gemütlich gemacht hat, und gerade noch schläft. Ein spitzer Kommentar, und Phil würde es wecken. Das will er natürlich nicht.

„Hey Phil…“, weckte Sophie ihn mit müden und dahergemurmelten Worten, aus seinen gedanklichen Phantasien.

„Erinnerst du dich noch daran über was wir gestern gesprochen haben?“

„Du meinst über die Tafel, über die ich bis gestern nichts wusste?“

„Nein, Dummerchen. Ich meine über die natürliche Selektion.“

„Schon interessant, findest du nicht?“, leitete Sophie ihre philosophischen Gedanken ein.“Wir machen alle irgendwie Fortschritte, nicht wahr?“

„Nun soweit ich denke, ja..“

„Wenn wir die Zeit betrachten … sie schreitet stets vorwärts, ohne wirklich einen Grund dafür zu haben rückwärts zu gehen, oder eine andere Richtung zu haben. Fortschritt ist ja schließlich das, was wir Menschen auch mit Bewegung, oder der Entwicklung einer gewissen Stabilität, oder eines Gefühls, einer Fähigkeit ansehen. Also was wäre eigentlich die Bewegung der Zeit? Kann man sagen, sie schreitet stetig fort? Stets nach oben? Stets nach vorne?“

„Komischer Gedanke. Natürlich schreitet sie vorwärts…“

„Aber doch nur, weil wir Menschen es als vorwärts definiert haben, nicht wahr? Es könnte auch eine komplett andere Richtung sein, sagen wir halt rückwärts, dann wären wir nicht dabei, Fortschritt überhaupt möglich zu machen, oder? Laut unserer Definition, ist Fortschritt meist etwas positives, eine Entwicklung, die eine Fähigkeit, eine oder mehrere Institutionen, oder gar Gebäude reifen lässt, und sie an ihre Grenzen ihres potenziellen Einfluss- und Veränderungsspektrums bringen sollte. Also rein theoretisch auch Menschen.“

„…“

„Nun kommen aber einige Widersprüche, und sogar noch komischere Gedanken dazu: Was wäre, wenn es noch andere Richtungen geben könnte, in die die Zeit gehen könnte? Was würde passieren, wenn alle uns bekannten physikalischen Formeln, die einen direkten Bezug zur Zeit hätten, mal zusammengelegt werden würden, und irgendein Muster zwischen all den anderen Formelzeichen zum Vorschein kommen würde?“

„interessant, wirklich…“

„Aber es geht doch noch weiter!!

Die Widersprüche muss ich noch erklären: Damit meine ich nämlich unlogische Zusammenhänge zwischen Verbesserungen, und Verschlechterungen.“

Klar, könnte man jetzt meinen, die Definitionen von „Gut“ und „Schlecht“, müssten auch erstmal erarbeitet, und klar definiert sein. Um damit zu arbeiten, sie im philosophischen Kontext überhaupt verwenden zu dürfen.

Aber in einem Buch was ich gerade lese, definiert der Autor das ganze schnell, einfach sowie praxisbezogen und zielführend:

Gut ist etwas, solange es dem überleben dient. Unabhängig dabei von der zeitlichen Dimension, also auch nicht zwingend auf den direkten Tod bezogen. Bedeutet konkret: Ein Hase der stirbt, ist schlecht, da dieser wenn er Tod ist, nicht mehr unterscheiden kann, zwischen Gut und Böse. Dann wäre nämlich alles gleich für ihn, und das kann mit Sicherheit nicht Gut sein, da man die Umgebung, und alle anderen Faktoren die die Gesundheit betreffen bestimmen und einordnen können muss, um überleben zu können.

Damit wäre Gut definiert, und schlecht nun mal das genaue Gegenteil davon.

Die vorhin angesprochenen Verbesserungen betreffen also nun das menschliche Überleben. Wir haben unfassbare Fortschritte in den Bereichen der Technologie, der Sozialen Zusammenarbeit, daraus schließend auch in der Gesellschaftbildung, und der Kontrolle der Verteidungungsmittel-“

„Du meinst brutale Waffenfanatiker, die sich hinter dem Schleier der Selbslosigkeit verstecken, und denken sie würden es gutes tun, indem sie für das Militär als Kugelfänger dienen?“

„Ich würde mir an deiner Stelle noch mal den Sinn von einer Armee vor Augen führen.

Wenn es sehr ehrgeizige, und dazu auch noch sehr mächtige und dumme Menschen gibt (dessen Existenz hier niemand abstreiten kann), so wird sich der ein oder andere davon denken: „Meine Meinung ist richtig! Diejenigen, die mich nicht unterstützen sind nur dumm, weil sie mich nicht verstehen. Sonst würden sie mich ja unterstützen, richtig? Joa, und dann hätten wir den Konflikt, der ja eigentlich nie existierte, und auch nie existieren könnte, wenn Menschen sich selbst mehr hinterfragen würden, und dabei mit Logik und Rationalität entscheiden würden. Keine Meinung sollte imponieren, sofern sie nicht auf Fakten und gründlicher Recherche aus möglichst unangenehmen vertrauenswürdigen Quellen beruht.“

„Komm zum Punkt. Wir wollen klären was Fortschritt ist.“

„Verzeihung, mir war nur wichtig, das einmal kurz zu erwähnen. Indirekt habe ich dich nämlich auch gemeint.“

„……“

„Naja, wie dem auch sei… meine Frage ganz zu Beginn stellte sich mir wegen dem Buch, was ich schon erwähnt habe. Und da gab es nun mal so ein Fortschritts-Modell, welches besagt, dass aller Fortschritt, denn die Menschheit als solches nun mal geschaffen hat, auf fünf, bzw. vier Bereichen der Berufe beruht. Und diese wären: Forschung, Politik, Schutz und Kultur. Alle sind dabei (theoretisch, im Modell) von der Wirtschaft abhängig, und mit ihr direkt verbunden. Die Wirtschaft stellt dabei auch den Kern dieses Modells dar. Schließlich hat uns die Evolution gelehrt, dass wir Menschen die höchsten Überlebenswahrscheinlichkeiten ernten, solange wir zusammenarbeiten, wortwörtlich. Indem wir uns gegenseitig mit Lösungen versorgen, die dadurch gleichzeitig unser aller Bedürfnisse befriedigen, haben wir dafür gesorgt, dass der natürliche Egoismus, der in jedem Tier angeboren ist, auch der Gemeinschaft dient. Ziel ist es von jedem Individuum, zu überleben. Also stellt es den größten Fortschritt dar, die Bedürfnisse zu befriedigen, und das möglichst nachhaltig.“

„Aber warum nachhaltig?“

„…wait. Ich hab‘ Hunger… Lass uns zuerst etwas zu essen machen, danach können wir weiterreden.“

„Och, Mensch. Gerade da, wo mich dein Geschwafel anfängt zu interessieren…“

————————————————————————————————————————

Hey! Ich hoffe mal, die Geschichte hat euch gefallen und vielleicht sogar etwas bewirkt \(‚v‘)/

Wie bereits oben erwähnt, weiß ich noch nicht genau wie die Regelmäßigkeit bei Veröffentlichungen aussehen soll. Also könnte gelegentliches Vorbeischauen wohl nicht schaden, wenn dich die Geschichte neugierig gemacht hat. Wie dem auch sei, bis zum nächsten Mal, und…

Vielen Dank für’s lesen! 🙂

  1. Exactly. The main ideas of life are also probably just your memories and your mindset. Nothing more. (My inner self…

  2. The strange thing about happiness is the modern concept of „finding“ happiness in the context of if you do these…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: