Eine knappe Kurzgeschichte, die mir mal durch den Kopf gegangen ist.

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Ein Junge löste einen Schrei, der über alle Welt hinausging. Alle hörten es, aber keiner fragte nach dem Grund. Der Schall fragte nicht. Die Atmosphäre fragte nicht.

Der Löwe stand jedoch auf. Er rannte bis zum Jungen, ohne zu schlafen, ohne je einmal zu rasten, doch sein Weg war lang. Einen Tag und eine Nacht brauchte der Löwe, um zu dem Jungen zu kommen. Der Junge war auf einem breitem, weitem Feld, noch immer am schreien. Als das Tier jedoch direkt vor ihm stand, hörte er auf und starrte es an. Anders als seine Gleichaltrigen zeigte er keine Angst, Freude oder kindische Geste gegenüber dem Tier. Auch der Löwe starrte, als wäre er auf einmal wie aus Stein gemeißelt.

Plötzlich kamen alle, und wunderten sich, warum der Junge aufgehört hatte zu schreien. Gesamte Städte, der Schall und die Atmosphäre versammelten sich um den Jungen und den Löwen auf diesem, mit nichts als mit Gras bedecktem Feld, und staunten. Die Luft war frisch, und angenehm, die Sonne strahlte, weil sie wusste weiß gleich passieren würde.

Es war ruhig. Bis zu diesem Augenblick. Und obwohl sich niemand außer der Junge, und der Löwe noch daran erinnerten, waren wirklich alle verblüfft.

Dann gingen die ganzen Tiere wieder. Die Städte und Wälder füllten sich wieder mit Leben, das Universum entspannte sich wieder, und die Sonne lachte sich tot.

Eine Löwin erschien, und der Löwe bewegte sich wieder. Jetzt war es dunkel, die Sonne war ja tot.

Die Sterne strahlten schön und hell, sie zeigten dem Löwenpaar somit den Weg, um wieder zu gehen.

Zunächst wendeten sich beide vom Jungen weg. Dieser jedoch wollte gar nicht glauben, was gerade passiert ist. Dann schaute ihm der Löwe nochmal in die Augen, indem er mit seinem Kopf zum Jungen gewandt kurz stehen blieb. Dann brüllte der Löwe, die Löwin stieg kurz darauf mit ein.

Doch diesmal ging dieser Schrei nicht um alle Welt hinaus. Alle die es hörten, in allen nahen Dörfern, Städten und Vehikeln, fragten sich was dieses Geräusch denn dort machte. Einige fluchten nur, weil sie schlafen wollten. Der Schall fragte sich, warum er sich wegen einem Löwen bewegen sollte. Die Atmosphäre hingegen fragte gar nix, denn sie verstand allmählich.

Es versammelte sich wieder eine Gruppe von Lebewesen um den Jungen, um den Löwen und die Löwin, aber nicht so groß, wie beim ersten Mal.

Dann fragten sie den Jungen, was der ganze Lärm denn soll.



Wer weiß, was ich mir beim schreiben dieser Geschichte alles dachte, ich jedenfalls weiß es nicht… 😀

Dennoch bin ich irgendwie stolz auf diese Gedanken. Sie geben immer mal wieder genügend Impulse um mich ins Staunen zu versetzen, auch wenn ich nur über einfache Sachen, wie so ein „was wäre, wenn…“-Szenario nachdenke.

Wie siehst du das? Und hat dir die Geschichte gefallen?

Manche meiner Freunde meinten schon, sie wäre traurig und düster… denkst du das auch?

Schreib‘ es mir doch in die Kommentare! Auf deine Interpretation bin ich schon sehr gespannt!

Und wie immer gilt…

Vielen Dank für’s Lesen!

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