Plus und Minus K5: Paradoxon des Überlebenswillen

Wie wichtig ist eigentlich der Wettkampf im Leben, und warum?

Abb.1

Bei der Identitätsfrage wird häufig das Modell der Kirche verwendet, um den Menschen zu beschreiben, und in seine Bestandteile unterteilen zu können: Der menschliche Körper, der Geist und die Seele.

In der Frage, was denn der Wettkampf für eine Rolle in unserem Leben spielt, wird vorallem auf das Überleben und auf unsere entsprechenden Instinkte angespielt, denn der Körper arbeitet ununterbrochen um unser System am Leben zu erhalten, egal welche Lebensumstände oder Ereignisse dir je im Bauche der Mutter bevorstanden, und auch nach der Geburt und einigen Erfahrungen bevorstehen werden.

Der Körper ist hier der entscheidende Grund, weshalb du dich in Gefahren begibst, Sicherheit aufsuchst, an die physischen und mentalen Grenzen gehst, und dich danach vielleicht sogar dafür schämst: Bei all den aufgezählten Tätigkeiten spielen die Hormone, die deinen Körper neben deinem Bewusstsein (und Unterbewusstsein) kontrollieren die wichtigste Rolle.

Sie sind der Auslöser für deine Prioritätensetzung und Entscheidungspräferenzen in jeweiligen Situationen.

Hättest du keinerlei Bewusstsein bzw. Kontrolle über deine Handlungen, würde der Kern deiner Existenz zum Vorschein kommen: Dein Hungergefühl, Durst- und Wärmeempfinden. Der Sexualtrieb, der Herdentrieb, das einfache, das Schöne, das Gute, das Beste.

Um all dem Nachkommen zu können, benötigst du einen Handlungsspielraum, sowie geeignete Werkzeuge, um diese Bedürfnisse befriedigen zu können.

Warum sind Statik und Sicherheit im Leben so wichtig?

Abb. 2

Ohne festen Boden unter den Füßen können wir nicht laufen. Und da es im Leben um stetige Veränderungen geht, ist fortlaufende Anpassung an die jeweilige Situation unabdingbar. Doch dies bedeutet nicht, seinen sicheren Hafen auf labilem Untergrund zu bauen.

Vorstellen kann man sich das folgendermaßen: Der „sichere Hafen“ ist deine persönliche Entwicklungszone durch das ganze Leben. Das Wasser stellt die Zeit dar. Es ist ständige Flut, und das Wasser unter diesem Hafen steigt ständig an, unaufhörlich. Also muss gebaut werden.

Da allerdings alles unter dem Meeresspiegel verschwommen und nahezu unkenntlich ist, muss entweder das Gewässer geändert werden, um besseren Durchblick zu bekommen, oder es muss sich an dem zuvor erbautem orientieren, das man durch Glück oder Zufall bzw. durch vorsichtiges Abtasten gefunden hat. Die ganzen Häfen unter dir sind alle früheren Leben, manche Häfen ragen noch bis heute hinaus, wenn auch nur mit einem Mast, aber sie haben die Jahrhunderte, die Jahrtausende überstanden, und auch heute sind alle Hafenerbauer in der Lage, sich an diesem Mast weiter zu orientieren.

Natürlich ist dieser Vergleich nur einer von vielen guten Verbildlichungen, um die stetige Veränderung, sowie die ständige Sicherheit in ihrer Bedeutung zu begreifen.

Eine gesunde Statik beinhaltet u.a. ein festes familiäres Umfeld (Verwandtschaft ist dabei kein zwingender Faktor), eine gesunde Einstellung zum Lernen und anderen Menschen, und v.a.:

Ein Ziel.

Sofern der Kurs sich ändern kann, aber das Ziel gleich bleibt, bist du auf einem guten Weg deinen Hafen zu dem zu entwickeln, was du aus ihm herausholen möchtest.

Weshalb ist es eigentlich paradox, dass alle Lebewesen überleben wollen?

Abb. 3

Eigentlich müsste aus dem oberen Sachverhalt bei Veränderungen (= (+)) auch das (-) entstehen.

Zumindest ist dies im abstrakten Sinne über einen längeren Zeitraum zu erkennen:

Denn würde das Leben bis zum natürlichen Tod eine kontinuierliche Cosinus-Kurve abbilden, würde dies in der Regel zu einem ständigen Ausgleich, einer unveränderten Ausgangslage zurückführen.

Keine Veränderung ist nach den Theorien allerdings als negativ einzustufen, bis auf die Ausnahme mit der Statik. Trotzdem ist diese Erkenntnis paradox, denn würde selbst dieses Veränderungsmodell nicht in einer veränderlich schwankenden Sinuskurve dargestellt werden können, sondern würde (nach der Betrachtung und anschließender Beurteilung einiger Lebewesen) die Form einer exponentiell ansteigenden Funktion annehmen.

Dies wäre der Fall bei makellosem Erfolg bei menschlichen Jugendlichen: Keine Fehler, sofort die richtige Einstellung zu Arbeit und Bildung, Engagement und Demut, ständige Einsatzbereitschaft und Nächstenliebe, sowie der am Ende des Lebens folgende glückliche Tod. Hätte diese Person wirklich alles richtig gemacht, würde sie der Logik entsprechend doch auch ewig Leben, nicht wahr? Da dem aber erst durch eine K.I. so sein kann (und sich der Begriff „Leben“ in so einem Fall auch noch diskutieren lässt) ist es ein Paradoxon, überhaupt ein Leben eingehen zu wollen, in dem bedingungslose Glücklichkeit herrschen soll. Bzw. ständige Trauer und Sorge.

Ziele sind dafür da, die durch Hormonausschüttung hervorgerufenen Glücklichkeitsgefühle durch das Leid auszugleichen, und an ihr jeweiliges Potential zu bringen. Dieses Maximum an ertragbarem Leid und spürbarer Freude hängt von der biologischen Verfassung des jeweiligen Lebewesen ab.

Warum streben also alle Lebewesen das Leben an? Warum sind alle Lebewesen so „programmiert“, das (+), das positive Ergebnis anzustreben?

Allein diese Frage zu stellen führt uns auf die Tatsache zurück, das nur diejenige Zivilisation am mächtigsten ist, die ihren Überlebensinstinkt hinterfragen, verstehen und anschließend beurteilen kann, da dies gegenseitige Unterstützung und grundsätzlich (theoretisch) unlimitierte Bevölkerungszahlen hervorbringt.

In anderen Worten: Hier gilt erneut das anthropogene Prinzip. Wenn wir Menschen nicht da wären, um diese Frage zu stellen, gäbe es keinerlei Gründe für uns überhaupt zu existieren, und Fragen zu stellen.

Wenn wir nicht bzw. in einem anderen Universum, mit anderen Naturkonstanten leben würden, gäbe es unser bekanntes Universum vielleicht gar nicht bzw. wäre es uns gänzlich unbekannt und unwahrscheinlich. Da wir also nicht in einem anderen Universum mit anderen Konstanten oder sonstigen seltsamen Phänomenen leben, gibt es (für uns) nur dieses eine Universum, in dem wir spielen können. Etwas anderes könnten wir gar nicht wissen.

Es spielt am Ende also alles darauf an, dass wir Menschen sind, und diesen zufälligen Wissenschaften folgen. Aber warum wollen diese Wissenschaften denn, dass unsere Existenz darauf hinausläuft?


Fragen, auf die wahrscheinlich niemand eine Antwort kennt…

Wer begehrt da noch mehr? 😀

Ich hoffe, die Theorie hat dir gefallen, und du möchtest dazu beitragen, sie zu weiter auszubauen!

Dann schreibe mir einfach deine Meinung, und setze dich mit dem Leben etwas näher auseinander, in dem du einfach unten kommentierst. Dein Tod wird es dir sicherlich danken …

Und ich dir auch…

Und die Kommentarsektion auch…

Wie immer wünsche ich dir einen wunderschönen Tag, bleib neugierig und,…

Vielen Dank für’s Lesen!

Veröffentlicht von Ventusator

Eigentlich bin ich manchmal ganz nett. Sometimes I may actually be nice.

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