Plus und Minus K7: Bewusstsein

Bewusstsein, dein größter Freund und größter Feind

Dein Körper möchte überleben.

Deine Gedanken möchten gewinnen,

Dein Bewusstsein ?

Das möchte gar nichts.

Und ich möchte dass du weißt, dass das genau das Feindbild ist, auf das du schlagen kannst.

Das einzige, moralisch legitimstes Feindbild, weswegen auch viele Motivationsredner ständig davon reden, dass der größte Kampf „in dir“ stattfindet. Du musst gegen „Dich“ kämpfen, um zu gewinnen. Und das ist dein irrationaler, emotionales Part, der nur die Befriedigung haben möchte, und dann sterben kann, weil es glücklich ist.

Das willst du aber nicht.

Das will dein Körper nicht, deine Gedanken im Normalfall auch nicht.

Einfach weil dein Körper aus rationalen Bausteinen besteht, die rationale Prozesse durchgehen, und dein Gehirn, dein Herz, deine Lunge, deine Organe, und all das ausmachen. Und du kannst rein gar nichts dafür, dass du so existierst, wie du existierst. Und du kannst rein gar nichts dafür, dass die Menschheit nur wegen diesem Ding in deinem Schädel die ganze Welt bevölkern konnte, Wege finden konnte, Kreaturen die größer, stärker, schneller waren, zu bekämpfen, und zurück zu treiben.

Dein Bewusstsein hinterfragt ständig deinen Weg. Das ist auch gut, aber es ist nun mal unnötig.

Deswegen ist es meiner Meinung ja auch ein irrationales Ziel, Sinn in etwas sehen zu wollen.

Dein Überleben zu sichern ist ein rationales Ziel.

Zu Gewinnen ist etwas persönliches. Egal welche Umgebung dich geprägt hat, am Ende ist es immer dein persönliches Ziel, irgendetwas gewonnen zu haben, sei dies nun durch einen friedlichen Akt geschehen, oder nicht.

Aber dieses Hinterfragen bringt dich dazu, darüber nachzudenken, worüber du nicht mehr nachzudenken brauchst, weil du nichts daran ändern kannst, dass du überleben willst. Du kannst nichts anderes als akzeptieren, aber das will dein Bewusstsein nicht.

Das kann es auch gar nicht, denn stelle dir mal vor, jeder Mensch würde wie ein Tier leben, aber mit dem Denken wie ein Roboter. Das Bewusstsein würde gar nicht existieren, und alle Menschen die je leben, und auch wieder sterben würden, wären genau gleich. Sie würden die identischen Ziele verfolgen, weil sie alle aus derselben Umgebung kommen, in der es keine Gewalt, keine irrationalen Menschen, keine Demotivation und Erschöpfung gebe. Alle wären wie Roboter, niemand hätte eine Persönlichkeit, und am Ende lebt alles bis ans Lebensende, ohne je Gefühle oder Wertschätzung empfunden zu haben. Das Hinterfragen ist der Grund für unser Überleben, denn ohne unser Bewusstsein wäre jeder und jede Forscher/in im Labor gar nicht in der Lage einen freien Willen zu forschen zu haben, und wir wären wieder am Anfangsproblem: Wir sind nur Tiere.

Mit der Irrationalität entsteht Kreativität und Einzigartigkeit. Aber ebenso die Demotivation. Kreative Herangehensweisen, verbunden mit einem Erfolgreichen Durchbruch (bspw. In einem Experiment), und einem anschließendem emotionalen Freudenschrei, sind zwar nicht ganz sinnbefreit, aber nicht logisch zu erklären. Womöglich wird es in der Wissenschaft nie ein Verfahren geben, um Theorien und Hypothesen nach System gezielt zu suchen und durch Experimente abzuarbeiten. Vielleicht aber schon. Und wenn dieses System existiert, könnten wir rein theoretisch ohne Bewusstsein weiterleben. Also überleben. Leben wäre endgültig nutz- und sinnlos.

Stell’ dir mal das Prinzip der Reinkarnation vor: Du stirbst, und wirst wiedergeboren, allerdings in einem anderem Körper, mit einer anderen Umgebung, anderen psychologischen Bindungen, und Beziehungen.

Deine rationalen Ziele blieben unverändert, deine persönlichen Ziele würden sich aber aufgrund deiner Pflicht zur Anpassung (um zu überleben) anders entwickeln.

Gäbe es nun kein Bewusstsein, würde sich dieser Kreislauf ständig wiederholen, ohne, dass je ein Lebewesen davon mitbekommen hätte zu leben.

Es wäre quasi nur der Logik, der Biologie, Chemie und der Physik gefolgt, ohne wahrlich die Kontrolle wahren zu können, geschweige denn je irgendeine Art der Kontrolle ausgeübt zu haben.

Nun kommt der Widerspruch, der die Existenz des Bewusstseins beweist:

Unser Körper, bzw. das biologische Wesen selbst, ist so programmiert, sodass es ständig Macht haben möchte. Kontrolle ist eine Art der Macht.

Nur wissen dies nur wir, die wir ein Gehirn besitzen, denken können, Schlüsse ziehen können, Wille, und damit längerfristige Ziele haben können.

Andere Lebewesen wissen nichts von dem Wissen als Form der Macht, weil sie nunmal nicht darüber nachdenken konnten, wie es diese zufällig entstandene Spezies namens Homo Sapiens in dem Ausmaße bewerkstelligen konnte (zufällig).

Demnach ist der Irrationalität zu verdanken, dass ich überhaupt diese Zeilen schreiben, und du diese Zeilen lesen kannst, denn nur durch das Bewusstsein können wir einen gescheiten Gedanken fassen, der uns zu einem Ziel beflügelt, der einen vermeintlichen Sinn inne tragen soll. Meist ist dies nur eingeredet, es gibt keinen Sinn, der uns zur Existenz überredet hat. Und wenn, dann ist dies der Zufall und die Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die diesen Zufall weiter beleuchten.


Abschließende Worte fallen mir bzw. meinem Bewusstsein gerade nicht ein.

Deshalb einfach mal: Hier, nimm einen Keks! 🍪

Ich hoffe du hast noch einen wunderschönen und philosophischen Tag, bleib neugierig, und…

Vielen Dank für’s Lesen!

Veröffentlicht von Ventusator

Eigentlich bin ich manchmal ganz nett. Sometimes I may actually be nice.

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