Plus und Minus K12: Gefühle

Gefühle

Aus all der Logik kann erschlossen werden, dass die Welt den zuvor aufgestellten Regeln folgt.

Ist doch schön.

Doch wir haben am Anfang nicht die Biologie « gewollt ». Sie entstand als logische Konsequenz, unabhängig davon ob wir beim Aufstellen der Regeln des Universum daran gedacht haben.

Die Welt macht sich also auf logische, aber komplizierte Art und Weise ihre eigenen Regeln. Vielleicht ist die Quantenphysik auch nur ein Indiz für die weiteren unentdeckten logischen Vorgänge, die sich unserer Wahrnehmung und Vorstellungskraft vollständig entziehen…

Wie dem auch sei, fest steht auf jeden Fall dass da draußen noch etwas anderes existiert, als nur unser bereits bekanntes Wissen. Daraus lassen sich auch andere physikalische Gesetze und Erscheinungen vermuten, die nicht mit dem übereinstimmen, was wir bis jetzt auf unserem Planeten, und in dessen unmittelbarer Umgebung vorfinden.

Aber das größte uns bekannte Mysterium sind immer noch wir Menschen :

Wir können sowohl logisch denken, haben aber auch den Drang nach Befriedigung, was manche Exemplare unserer Spezies sehr verrückte Dinge tun lässt. Und auch das kann, unter Berücksichtigung der Bedürfnisbefriedigung, auch sehr rational betrachtet werden.

Also ist alles immer, zu jeder Zeit, rational ? Was ist mit den übernatürlichen Ereignissen, von denen manche Menschen berichten, bzw. Berichtet haben ?

Das Adjektiv « rational » stellt die Richtigkeit einer Sache dar. Wenn etwas so kommt, wie es kam, weil es den Naturgesetzen folgen musste, und dadurch eine Explosion, eine Vergiftung, oder gar die Geburt eines Lebewesen zustande kam, ist dies hinsichtlich des Universum stets als « richtig » einzuordnen, und das Universum, das objektivste aller Existenz, ist für uns Menschen der einzige wahre Indikator für Gut und Schlecht, und somit für Richtig und Falsch.

Typischerweise wäre nun eine Kritik an dieser Aussage, dass doch nicht alles Schwarz und Weiß zu sehen wäre, sondern „die Wahrheit meist dazwischen verborgen liegen würde“, was zum Teil zwar richtig ist, aber für uns Menschen nicht immer die richtige Handlungsempfehlung darstellt. Zur Erläuterung:

Wir, als Lebewesen, haben keine sonderliche Pflicht. Demnach ist die erste unserer vollzogenen Handlungen das Befriedigen unsere naturgegeben Bedürfnisse. Sobald dies getan wurde, schauen wir welche anderen Pflichten uns erwarten: Sei es nun die Hilfe bei einem Bau, das Zubereiten weiterer Lebensmittel, oder dessen Lagerung, das Verteidigen der eigenen Zugehörigen usw.

Wenn keine dieser Pflichten ansteht, oder diese gar nicht als Pflichten, sondern als Lasten und unangenehme Tätigkeiten vernommen werden, entwickeln sich immer mehr Gefühle, die ein gewisses Harmoniebestreben auslösen, das von Mensch zu Mensch variiert.

Sollte aber die Fertigstellung eines Heimes für die Familie, oder die Versorgung eher schlecht verlaufen, vielleicht gar scheitern, so wird der Überlebensdrang, sowie auch ein Drang zur Logik entfacht, der für das „richtige“ Ausschau hält, die Dinge lieber selbst in die Hand nehmen möchte, und auch schneller, und besser lernt, da es für das eigene Wohl ist, und diese Person dies hautnah miterlebt hat, wie gut es tut, die Früchte der eigenen Arbeit genießen zu können.

Wo hingegen diejenigen, die eine anständige Versorgung, halbwegs soziale und einfühlsame Menschen, sowie weniger Konflikte und Leid erlebt haben, ein natürliches Talent für Diplomatie, Empathie und Gespräche entwickeln können, um die Beziehungen zwischen jenen nahestehenden so genießbar und harmonisch wie möglich zu gestalten.

Diese Menschen sind zum Teil derart Intelligent, sodass sie die Sinnlosigkeit hinter Konflikten und Herausforderungen verstehen, aber gleichzeitig ihre Anstrengungen und Ziele dadurch auf ein möglichst friedliches Leben ohne einen wirklichen Sinn fixieren. Für die Zukunft sind solche Menschen unabdingbar, ohne sie könnte eine technologische Gesellschaft gar nicht zustande kommen, da ihr genaues Gegenteil, also Menschen die mehr praktische Arbeiten verrichten wollen, und dabei vergleichsweise schlechter in Empathie und sozialer Interaktion geschult sind, wahrscheinlich kaum noch, oder nicht mehr geben wird, da ein großteils der früher noch „menschlichen Arbeit“ später zu „maschineller Arbeit“ umgewandelt wird.

Es mag einer noch so unrealistischen Utopie gleichen, dass wir Menschen eines Tages einzig und allein durch unsere Individualität und Kreativität den Maschinen überlegen sein können, aber sollte jener Fall eintreten, ließe sich am besten durch ein altbewährtes Gedankenexperiment nachprüfen:

Die Zukunft trifft ein, und nimmt mit sich viel Arbeit, die der Mensch nicht erledigen muss und kann. Die Basis auf dem Mond, und auf dem Mars sind etabliert, worauf die Forscher, Ingenieure und Versorgungsmanager schon seit mehreren Generationen stationiert sind.

Sobald die Zivilisation Maschinen entwickelt hat, die ein eigenständig funktionierendes Ökosystem darstellen, wird das Auffinden einer Unterkunft, die nötige Versorgung sowie die Befriedigung sonstiger (zum überleben notwendiger) Bedürfnisse, für Menschen derart überflüssig, sodass Kunst, Kultur und Kreativität die einzigen Felder werden, in denen wir Menschen am sinnvollsten aktiv eingesetzt werden können. Natürlich wird besonders in solchen Zeiten auch auf Ingenieure, Programmierer und Physiker geachtet, die die bis dahin für den Alltag etablierte Technik stets kontrollieren und warten, aber die exakt selbe Arbeit wird in sekundenschnelle zuvor von einem Kontroll-System mit der selben Aufgabe erledigt.

Das wiederum bedeutet, dass wir Menschen nur noch für Innovation und Exploration zu gebrauchen wären. Politik? Roboter werden selbst ethische sowie rechtliche Fragen übernehmen können, d.h. wir Menschen beurteilen am Ende nur noch die „Menschlichkeit“ für die Umsetzung des Urteils.

Fortschritte können dadurch deutlich schneller gefällt werden, Innovation wird in den Vordergrund gelangen, Anstrengungen fallen hinten an.

Jeder Mensch wird dann auf seine Menschlichkeit, und nicht auf Fleiß, Befehle o.ä. angewiesen sein. Damit meine ich insbesondere die Fähigkeit der Empathie, der Fehler, der Motivation:

Der Gefühle.

Wofür zu Beginn der Geschichte noch zu der Erfindung des Rads, sowie zu der Entdeckung des Feuers geführt hat, wird uns bis zum Ende unserer Existenz stets begleiten, und das ist nun mal der Drang der Entdeckung, des Neuen, des Ungewissen. Dieses simple Gefühl der Motivation ist der Kern für alles was heutzutage existiert. Und diese „Intuition“ die wir Menschen (aber auch andere Lebewesen) anscheinend besitzen, lässt uns zu Taten führen, die einfach „richtig“ sind. Ironischerweise sind wir am effektivsten, und zugleich am rationalsten, wenn wir am wenigsten bei Bewusstsein sind, also uns einfach von den elektrochemischen Prozessen in unserem Hirn leiten lassen.

Auch in diesem Zustand werden Gefühle wahrgenommen, aber nicht sehr intensiv, und auch nicht ohne persönliche Beurteilung.

Er verhilft allerdings oftmals zu neuen Erkenntnissen, nicht zuletzt weil sich neue Fragestellungen wie aus dem Nichts bilden lassen, und dadurch der Drang nach Wissen gefördert wird.

Nun soll aber besonders auf die Neugier, dieser Intuition eingegangen sein. Nicht nur lässt es Leute klug erscheinen, es verleitet dazu zu träumen, sich neue Situationen, neue Menschen, und neue Orte besser und realistischer vorzustellen, sodass man sich darin verlieren könnte, und es als neue Realität annehmen könnte.

Wie alles, hat auch dies den offensichtlichen Nachteil, dass dies zu einem Realitätsverlust führen könnte, was aber auch nicht weiter einen rationalen Nachteil bietet, schließlich sind Roboter dann dafür zuständig.

Gefühle waren lange Zeit eine Herausforderung, bestimmt nicht für mich, sondern für viele Menschen unter uns.

Sie können zuckersüß, aber auch verdammt bitter sein (das hat bestimmt jeder schon tausend Mal gelesen).

Doch ohne Gefühle könnte auch niemand etwas wahrnehmen, und schlussendlich somit auch die eigenen Gedanken nicht denken, beurteilen, oder den Körper überhaupt bewegen.

Würden Menschen nur Logisch denken, und ihre gesamte Identität auf Logik aufbauen, käme niemand je an ein menschlich wünschenswertes Ziel.

Als jemand der lange Zeit die Logik sehr wertgeschätzt, und Gefühle überall gemieden hat wo es nur ging, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass das das kindischste, unlogischste und im Grunde schlimmste Verhalten/Denken ist, was zur Verfügung steht.

Logik ist aus meiner heutigen Zeit ein Werkzeug, ein mächtigeres als Gefühle, wenn es um die Umsetzung geht.

Gefühle sind für die Ziele zuständig. Im Großen und Ganzen betrachtet, sind Gefühle also die mächtigeren der zwei Entscheidungsoptionen, da sie die Anstrengungen, und die Umsetzung bestimmen.

Nun könnte ein ewiger Streit entfachen, ob das denn so stimme, oder welche Argumente nun dafür oder dagegen sprechen würden. Das wäre ein logisches Verhalten, und ist somit berechtigt.

Es wird nach einer Lösung geschaut, einer Idee, einem Ansatz. Eben irgendetwas, was dieses Problem, diese Fragestellung, dieses ungelöste Rätsel, welches einem irgendwann ein noch größeres Problem darstellen wird, wenn man es jetzt nicht löst, brutal auseinandernimmt, analysiert, versteht und einen abschließenden Antwortsatz bildet, der richtig sein muss, weil die Aufgabe sonst aufstehen könnte, und irgendeinen hinterhältigen Dolch in deinen Rücken stoßen könnte.

Diese Angst, und dieses Bedürfnis ist durch diesen großen Zufall „Mensch“ hervorgerufen.

In anderen Worten: Es ist menschlich, mach dir keinen Kopf.

Doch auch jeder noch so logisch vorgehende Mensch, hat im Normalfall Gefühle, den sie lassen einen Sinn, ein Ziel in ihren Diskussionen und in ihrem Weltbild erscheinen.

Und dieses Ziel zu erreichen, ist doch das, was jedes logische Lebewesen so unglaublich glücklich macht, und was somit das Clichée des „Finde eine Leidenschaft, und arbeite für den Rest deines Lebens darin“ erfüllt.

Glücklich sein ist das Ziel von vielen Lebewesen. Eigentlich von allen, wenn es nicht auch noch mich gäbe.

Positive Gefühle zu vernehmen sind nur ein Schritt, ein Bestandteil in einem viel größeren Plan.

Die Größe variiert allerdings von Universum zu Universum…

Und das gilt nicht nur für mich, sondern für das gesamte Universum.


Dies war kein leichtes Kapitel. Zu schreiben hat mich schon etwas Müh‘ und Not gekostets, aber am Ende kam’s durch.

Puh! Merkst du wie sentimental diese Zeilen waren? Jetzt bin ich stolz auf mich: Ich hab’s nämlich geschafft meine Gefühle in geschriebenen Worten preiszugeben/zu formulieren!

Das war’s dann wohl für dieses Jahr mit Gefühlen 😀

(Bitte wieder nichts zu ernst nehmen, mir geht es gut (° – ° )

Wie immer, wünsche ich noch einen wunderschönen Tag, bleibt neugierig, und…

Vielen Dank für’s Lesen!

Veröffentlicht von Ventusator

Eigentlich bin ich manchmal ganz nett. Sometimes I may actually be nice.

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