Helle Helden

Helden sind beneidenswerte Menschen. Sie tun, was sie scheinbar gerne tun. Stellen einen Mehrwert für die Gesellschaft dar, bekommen dementsprechend Respekt von den meisten Gruppen der Gesellschaft, und werden über die Zeit zur Legende. Lass mich dir nun eine Geschichte eines Helden erzählen, der sich gar nicht wünschte diese Vorteile zu erlangen, aber dennoch denen Hilfe schenkte, die es brauchten.

Fizz ging gerade die Blücherstraße hinunter, als ihm eine Gruppe von Männern entgegenkam, denen jedes Kind entnehmen konnte, dass sie besoffen, notgeil und streitsüchtig waren. Das störte Fizz aber wenig. Einige Schritte noch vor dieser gefährlichen Gruppe entfernt, und es würde etwas passieren. Das wussten alle. Alle, die in der Blücherstraße lebten, und alle, die noch auf der Straße selbst waren. Also, das war niemand außer der alte gruselige Mann, von dem niemand den Namen wusste, anscheinend obdachlos war, da er nie die alten stinkende Klamotten wechselte, und der Hut voll verschweißt war. Der guckte immer jeden an, der durch diese nicht gerade belebte Straße ging. Nicht mal Autos waren öfters auf der Straße. Wenn dann nur ein, zwei verwirrte Fahrer zur Rush-Hour. Für ihn war alles faszininierend was sich hier abspielte. Aber was genau an dem Tag passierte, würde er noch Jahre danach jedem Passanten erzählen wollen, der zufällig die Blücherstraße runterlaufen möchte.

Fizz lief ruhig, sicher, ohne große, aber auch nicht zu kleine Schritte einfach in die Gruppe hinein. Sein Blick irgendwo im Leeren. Man hatte den Anschein, er würde glatt träumen.

Im nächsten Moment war er von den Männern umzingelt.

Na ja.

Kein Grund nicht weiterzulaufen, oder ? Also versuchte er es. Natürlich war aber in seiner Richtung der größte Schrank von schwarz-gekleidetem Mensch, dunkler Bart, braune Augen umgedrehte schwarze Cap, mit rotem Clip, einem T-Shirt auf dem irgendwas von … Helle Engel stand ?

Achso… Hell Angels…

Na ja.

Immer noch kein Grund.

Aber ein Typ von hinten fing auf einmal an zu reden.

Fizz stoppte.

Nicht weil er Angst hätte, kämpfen wollte, oder gar etwas spitzes erwidern wollte.

Gott bewahre ! Das erst recht nicht, Fizz hasste Menschen und Konversationen.

Also tat er das, was jeder Mensch tun sollte.

Der alte gruselige Mann konnte seinen Augen nicht trauen. Einige Augen aus der Blücherstraße verschwanden hinter Gardinen. Stimmen hörte man. Gelächter ? Flüstern ?

Einige betrunken Männer standen auf, und liefen weg. Der Rest folgte, der Typ mit dem Hells Angels T-Shirt folgte ganz zum Schluss. Warf noch mal einen letzten ängstlichen Blick in die Richtung von Fizz, doch der…

Der ging einfach weiter seiner Wege, in der Entfernung nur ein ganz kleiner unbedeutender Fleck.

 Die Blücherstraße würde nie mehr bedroht werden , schrie der alte Mann, als er sich von dem Zaun an dem er sich am liebsten lehnte erhob. Auch er schaute nach Fizz, doch der… war jetzt ein Held.


Ich wünsche noch einen schön erhellten und heldenhaften Tag, bleibt neugierig, und…

Vielen Dank für’s Lesen!

Veröffentlicht von Ventusator

Eigentlich bin ich manchmal ganz nett. Sometimes I may actually be nice.

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