Schach: Bauern, König, Freiheit

Schach: Bauern, König, Freiheit

Man hat mit Menschen zu tun die dumm sind, aber etwas für dich tun. Das sind deine Bauern.

Du hast Dinge, die du wertzuschätzen hast, das ist dein König.

Das musst du beschützen, ob du willst oder nicht.

Der Springer ist wie ein guter Debattierer

Wenn er etwas sagt, kann er es immer in einem anderem Winkel betrachtend anders auslegen. Oder einfach zurückspringen. Was er gesagt hat muss ja nicht ernst gemeint gewesen sein.

Man kennt aber auch den „Scharfschützen“. Den irgendwie aggressiven, aber doch zurückhaltenden, gut argumentierenden, unabhängigen Denker, der sich nicht gerne auf direkte Konfrontationen einlässt, sondern eher auf wirtschaftlicher Basis agierend, Gegner aus dem Weg räumt.

Seine Angriffe sieht man aber häufig gar nicht kommen. Und wenn, dann sind sie schon sehr offensichtlich. In Verbindung mit der Königin, dem stärksten, was jeder zu bieten hat, ist es einfach nur ein Vorhaben, zusammen mit der nötigen finanziellen Unterstützung, die Erfolg im Leben hervorbringt. Wenn die Gegebenheiten erfüllt sind, und der Gegner, also das Universum bzw. Das Leben nicht aufpasst, gelingt es diesem einen Menschen auch, sein Ziel zu erreichen.

Ziel des Spiels ist es also, den König aller Freiheiten zu berauben, denn wer nicht frei ist, der ist tot.

Wer also lernt zu „tun was er wolle“, sollte eher nicht zwingend seine jetzige Gefühlslage auf fehlende Stimulanzien überprüfen, und dessen Erneuerungen einleiten, sondern eher auf die Gefühlslage in der Zukunft beruhen die, bei jedem Menschen, das Gefühl der Freiheit ist. Also zu tun, was einem beliebt.

Um dies zu erreichen müssen die dafür nötigen Anstrengungen jetzt zum Vorschein kommen. Denn die Zukunft ist das Produkt der Tätigkeiten, ausgeführt in der unmittelbaren Gegenwart. Wer jetzt verpasst, das nötige zu tun, hat die Zukunft verloren. Und die Zukunft ist ein weit größerer Teil des Lebens, als das Hier und Jetzt.

„Aber jetzt bin ich doch auch frei?“

Frei von Vernunft, gewiss. Denn für diese kurzfristige Befriedigung wird nicht mit dem Preis von zukünftigen Einschränkungen bezahlt, das ist einfach nicht wirtschaftlich. Ein jeder Homo Oeconomicus würde dir zudem voller aufgebrachter Empörung den Fakt auftischen, dass du selbst jetzt nicht frei bist. Du bist, trotz all deiner Anstrengungen, während des Lebens von anderen Menschen, dessen hirnspinnstigen Fantasien und Gesetzen, sowie (auch dessen, aber vorrangig deinen persönlichen) idealisierten Vorstellungen deiner selbst abhängig. Und dessen Geld, welches du durch das Zeigen dieser, ja, fast schon theatralischen Vorstellung, dafür bekommst.


Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag, bleib‘ neugierig, und…

Vielen Dank für’s Lesen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: