Blaise Pascal (2/2): Der Sinn

Wenn kein Sinn vorhanden ist, aber Leben existiert (in dem Falle der Mensch) so gibt es auch eine Instanz, die sich einen Sinn machen kann.

Voraussetzung ist die Rationalität des Menschen, über was ich schonmal auf diesem Blog geschrieben habe:

Es wird aber auch noch reichlich an Artikel dazu kommen.

Also, Zweiter Fall: Der Sinn existiert immer noch nicht, aber der Mensch hat sich einen gemacht.

Grundsätze der Existenz:

„Was immer man sich wirklich vornimmt, wird auch erreicht.“ + „Der Weg ist das Ziel“

heißt: Man fängt durch den einfachen Glauben an einen Sinn an, irgendwas zu machen, und hat einfach nur durch das „machen“ Veränderungen herbeigeführt (-> wer die früheren Kapitel gelesen hat weiß, was das genauer bedeutet 😁) und dadurch Sinn erschaffen.

Zumindest im Glauben. Denn egal, ob dieses „irgendwas tun“-Ziel nun erreicht wurde oder nicht: Man ist im Sinne der Existenz erfolgreich, da schließlich der Weg, die Veränderungen und das Ankämpfen gegen die Herausfordernden Fragen, das Leben im Großen ausmachen. Erfolgreiche sind besser als jene, die nichts taten, und sich umbrachten. Ob Ersteres nun Sinn hatte oder nicht verliert dadurch seine Wert und seine Bedeutung.

Das ist auch der Grund, weshalb ich wie wild irgendwelche idiotischen Thesen aufstelle:

Besser ich habe etwas gemacht und geschrieben, als etwas nicht gemacht, und nicht geschrieben zu haben.

„Eine jede gute gehaltene Rede ist besser, als eine jede bessere Rede, die nie gehalten wurde.“

Zudem ist ein Grundsatz der Existenz:

„Du darfst alles denken, was du denken kannst“

Ob ihr mir das glaubt oder nicht, aber ich dachte, ich dürfte in bestimmten Situationen nicht an bestimmte Dinge denken.

U.a. dachte ich bei schulischen Klassenarbeiten an z.B. diese eine Formel die ich hätte anwenden können, aber wir noch nie besprochen haben. Oder ich mich nie daran erinnert habe, sie besprochen zu haben. Was sich manchmal als falsch herrausstellte, wir haben also die Formel besprochen, und ich hätte genau diese anwenden sollen, habe es aber nicht getan, weil ich mich nicht erinnern konnte, was denn die Formel war, die ich wohl hätte anwenden sollen.

Etwas kompliziert erklärt, sorry.

Kurzform: Ich wusste die Formel, habe sie jedoch nicht angewendet, weil ich mich nicht an den Unterricht erinnern konnte.

Quite fair wenn man so drüber nachdenkt, oder?

Naja: Fall #3, Der Mensch glaubt an keinen Sinn, aber es gibt einen Sinn!

So ist die Chance auf ein gutes Leben eigentlich vertan. Warum ist einfach: Die Wahrnehmung ist zu sehr eingeschränkt und betrübt, sodass diese eine Antwort reicht, um schon keine weiteren konstruktiven Lösungsvorschläge bezüglich des Weltbildes aufzunehmen. Dadurch wird man irrational denkend, oder dumm. Oder beides.

Last but not least: Der Mensch glaubt an einen Sinn, und es gibt einen Sinn!

Das wäre zu schön um wahr zu sein. Mal ganz ehrlich, da hätte doch jeder Misstrauen.

Zumindest ein bisschen.

Dazu muss gesagt sein: Wenn wir uns eine zu gute Option einfach nicht realistisch vorstellen können, dann sollte das selbe auch von einer zu schlechten Option zu erwarten sein. Beides sind schließlich extreme. Die Wahrscheinlichkeit beider Ereignisse also auch extrem niedrig.

Das Universum ist unseres Wissens nach ja auch nur ein einziges mal entstanden, heißt, bei einer typischen Gauß-Kurve konnte es nur einen einzigen „Schuß abfeuern“ um bestimmte Sachen, wie bspw. einen Sinn entstehen zu lassen. Das dabei extreme, wie ein „tatsächlicher Sinn“ entstanden wären, war also sehr unwahrscheinlich.

Das Universum ist aber noch lange nicht fertig! Heißt: Es schießt durch uns noch viele weitere Veränderungen in die Welt hinaus, die am Ende die gesamte Gauß-Kurve ergeben.

Manche fügen gedanklich hinzu: „…könnten!“, aber ich sage „…werden“ denn die Existenz der Gauß-Kurve ist der Beweis, dass sie in der Realität, und auch im Großen Ganzen wiederzufinden sind. Nicht zuletzt, weil es mathematische Wurzeln hat.

Daraus folgt auch meine baldige: „Alle-Welten-Prinzip“-Theorie. Und auch meine „ungeschriebenen Gesetze“!

Dankeschön, Pascal, für die Vorlage! Es war mir wirklich eine Freude mit Ihnen gearbeitet zu haben!

„Wir sollten mal zum Spaß essen gehen!“

„…“

*räusper*


Die Quelle für die Fakten von Blaise Pascal ist nur das Buch:


„Profile grosser Denker. Exemplarische Skizzen von Sokrates bis Bloch“ von Frieder Lauxmann, Verlag: Heidelberger Wegweiser

  • ISBN-10 ‏ : ‎ 382261386X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3822613863

gewesen. Ok, und mein Kopf.

Wer durch mich an dieses Buch kommt, beachte bitte: #NotSponsored

Ich gebe nur meine Quelle an. Meine Webseite ist (noch?) nicht zur gewerblichen Nutzung bestimmt.

Ich wünsche noch einen schönen Tag, esst etwas gutes, gesundes, und hinterfragt am besten auch gleich, was ihr da esst, und warum. (Und seid besonders dankbar dafür, etwas zu schmecken!!!)

Bleibt neugierig, und…

Vielen Dank für’s Lesen!

Veröffentlicht von Ventusator

Eigentlich bin ich manchmal ganz nett. Sometimes I may actually be nice.

2 Kommentare zu „Blaise Pascal (2/2): Der Sinn

  1. Here’s a thought on the Big Bang.
    I did a bit of a thesis on planet formation back when I was doing my surveying course. The lecturer gave us a choice and I took the path no-one else travelled because a thesis on time measurement was the most popular.

    So accreation theory is well documented and most of the process works, except for the very beginning and it has had them pretty much stumped since then. Plenty of therios but nothing concrete.

    I was thinking about this some weeks ago for no particular reason and thought that the birth of the universe is also full of theories but still nothing concrete. Like where did a mass of super condensed matter come from when nothing apparently existed before that moment. I suppose this is the reason Einstein believed in God as there was no other answer for him back then.

    Then I thought about black holes as I had been reading about that and there is no answer to where all that matter goes to. Plenty of theories but nothing definitive. Yet there is no argument about matter being condensed down to a singularity.

    So I started to construct my theory linking these two processes.

    Thnk of black holes as vaccum cleaners sucking up shit and compressing it down for disposal if you think about modern waste management in some areas. now they have found that black holes collide and combine into bigger black holes.

    Meanwhile the universe is expanding outward from the pressure wave of the big bang and creating lots and lots of messy galaxies and so on.

    Using the assumption that most processes are finite even when the time frame is so large that it seems infinite. Think an insect on a tree, to the insect the tree seems imortal yet it has a finite life.

    So the black holes are the clean-up crew for the universe and eventually consume all of the matter and it is compressed into a singularity. The singularity achieves a critical mass and then explodes …. the big bang and the process repeats.

    A perfect circle of creation, destruction, creation.

    The hole in this theory is that for this process to work everything had to have started somewhere and at some point regardless of how many times it has happened. In other words it hits the same brickwall that everyone else has hit when trying to figure out this process of creation. It explains why Einstein put the God clause into his work.

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    1. In 6 days or so I’m gonna release an answer to your theory. It is rather to compare with numorology, which may not be intended, but it actually makes quite as much sense as your thesis (math and numbers always somehow makes sense). The perfect circle of creation and destruction is also part of it, but translated into a sin/cos.
      It will be on german first, afterwards translated to english as good as possible.
      Philo.Greetings, bless your creativity,
      Ventusator

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